Im letzten Jahr zog die Reiterstaffel der Bundespolizei in ihr wunderbares Quartier ein und schon in diesem Jahr erfolgte eine Kooperation, die es einigen von uns erlaubte (im Rahmen der „Reit-AG“) hinter die Fassaden zu Blicken.
Zum Start dieses „Projekts“  haben wir einen umfassenden Einblick in die berittene Polizei bekommen,  der sich nicht nur mit dem historischen Hintergrund der Polizeireiterei beschäftigte, sondern uns auch die Bedeutung des Pferdes bei der Polizei (als Arbeitsmittel) näher brachte.  Daher gab es für uns auch die Möglichkeit sich die Ausrüstung für Pferd und Reiter etwas genauer zu betrachten und auszuprobieren. Nachdem wir diesen „Wissens-Hintergrund“ erlangt hatten, beschäftigten wir uns immer mehr mit dem Wesen, der Anatomie und den Bedürfnissen  des Pferdes.  In dieser Thematik war der Wissenszuwachs für die Meisten von uns enorm. Dazu zählt auch die Erweiterung unseres Horizontes im Bereich der Krankheiten und der Ernährung eines 600- 700 Kilogramm schweren Lebewesens,  welches viele Aspekte hervorbrachte,  über die wir uns zuvor nie Gedanken gemacht hatten. „Wie viel trinkt ein Pferd eigentlich am Tag?“,  war nur eine der Fragen, über dessen Antwort wir überrascht waren. – Jeder der sich nun Gedanken  über diesen Sachverhalt gemacht hat, soll auch eine Antwort bekommen! Es sind ca. 60 Liter pro Tag. –                    
Was es braucht, um ein Polizeipferd zu werden, wurde uns auch näher gebracht und wir hatten sogar das Glück, bei der Ausbildung eines Anwärters dabei zu sein.  Doch wohl am meisten gefallen hat uns die Arbeit mit den Pferden.  Zuerst war es das richtige Führen und Striegeln, welches wir durchexerzierten und später die Bodenarbeit mit und über Cavalletis, die uns fesselte.  Darüber hinaus war es für uns alle ein  bezeichnendes Erlebnis, als wir eine kleine, ruhigere Demonstrantengruppe spielten und von einem Pferd getrieben wurden. Uns allen war zuvor gar nicht bewusst, wie mächtig ein Pferd geführt durch seinen Reiter seien kann. Somit haben wir am eigenen Leib erfahren warum ein Pferd bis zu sechs Polizeibeamte ersetzen kann. Abschließend muss man ganz klar sagen, dass wir der Bundespolizei dankbar dafür sind, dass sie dieses Projekt umgesetzt haben. Denn wir durften sehr viel kennenlernen, sehr viel auch praktisch mit und an den Pferden arbeiten  und das auch mit sehr viel Freude auf unserer Seite. Was uns allen im Gedächtnis bleiben wird ist, dass ein Pferd ein Spiegel von uns selbst ist. Auch wenn sich das manche am Anfang nicht vorstellen konnten, wurden sie im Laufe des Projekts davon überzeugt!