Am 20. Dezember 2012 fuhren alle drei zehnten Klassen im Rahmen des Geschichts- und PB-Unterrichts in das ehemalige Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit nach Berlin-Hohenschönhausen. In der Gedenkstätte trafen die Schülerinnen und Schüler auf Zeitzeugen, die sie, ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen, in den heute noch nahezu unversehrt erhalten gebliebenen Gebäuden über das Haftregime in der DDR informierten.

"Durch die Zeitzeugen, die die Gruppen geführt haben, verbesserte sich das Vorstellungsvermögen für das, was vor Ort geschehen war, erheblich."
"Ein sehr interessanter Besuch, der einem viele erschreckende Einblicke lieferte und durch Augenzeugen nochmals untermalt wurde."
"Im Vergleich zu heutigen Gefängnissen sind diese Zustände erschreckend gewesen. Kein Mensch verdiente diese Strafe."
"Ich hätte viel dafür getan, nicht von der Stasi in Untersuchungshaft gesteckt zu werden."
"Uns wurde sehr viel erklärt und alle Fragen wurden beantwortet."
"Man konnte durch die Führung sehr gut nachvollziehen, wie sich die Opfer gefühlt haben müssen."
"Ich bin froh, dass so etwas heute nicht mehr gemacht wird."
"Menschen wurden ohne triftigen Grund eingesperrt und gefoltert, nur weil sie ihre Meinung äußerten oder nicht in der DDR leben wollten. "Wir können froh sein, in der heutigen Zeit zu leben."
"Ich hätte alles versucht, um nicht in einer Einzelzelle leben zu müssen, da ich gerne mit anderen zusammen bin. Mir tun die Inhaftierten von damals leid und die Verhörmethoden waren grausam und unmenschlich."
"Die Umstände in den Zellen und die Verhörmethoden waren schlimmer, als wir dachten."