Im Rahmen des Erasmus-Projekts Young Voices for Urban Change (YV4UC) reisten im März 2026 zwei Lehrerinnen und neun Schülerinnen der 9. Klassenstufe nach Ungarn, um gemeinsam mit unseren Partnerschulen aus Spanien und Ungarn an Themen rund um Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und Umwelt zu arbeiten.
Die Reise begann am Montagvormittag am Flughafen, wo sich unsere Gruppe traf und gemeinsam den etwa eineinhalbstündigen Flug nach Ungarn antrat. Vor Ort wurden wir direkt von einem Bus abgeholt und zur Partnerschule gebracht. Schon auf dem Weg dorthin fiel den Schülerinnen auf, dass sich viele Straßenschilder kaum von denen in Deutschland unterschieden – vermutlich aufgrund einheitlicher EU-Normen. Gleichzeitig sorgten einige EU-kritische Plakate für Gesprächsstoff und für erste Einblicke in die politische Situation des Landes. Unsere ungarische Partnerschule, die Török Ignac High School, wirkte zwar etwas älter als unser Vicco, überzeugte jedoch durch ihre farbenfrohe Gestaltung, gemütliche Aufenthaltsbereiche und zahlreiche Pflanzen. Am Nachmittag verbrachten wir die Zeit mit unseren Austauschpartnerinnen und -partnern – sei es beim gemeinsamen Essen von Langos oder beim Bummeln durch die Stadt, wo wir auch bekannte Geschäfte entdeckten.
Der zweite Tag begann früh mit einem Treffen in der Schule, der. Anschließend erkundeten wir in Gruppen die Parks von Gödöllő, deren Natur als besonders beeindruckend wahrgenommen wurde. Danach stand die Besichtigung des berühmten Schlosses von Gödöllő auf dem Programm. Die prachtvolle Architektur und die geschichtsträchtigen Räume hinterließen bei allen einen bleibenden Eindruck. Nach einer Mittagspause nutzten wir zum Beispiel die Freizeit für einen Ausflug nach Budapest, wo wir die Stadt eigenständig erkunden konnten.
Auch der Mittwoch stand im Zeichen der ungarischen Hauptstadt. Wir besichtigten historische Gebäude, das „Haus der Musik“ mit Multimediatour und genossen bei einem Spaziergang die besondere Atmosphäre der Stadt. Im Kontrast dazu bot ein modernes Einkaufszentrum Gelegenheit zum Entspannen und Einkaufen.
Ein besonderes Highlight des Tages war für manche eine abendliche Autofahrt durch das nächtliche Budapest mit der Gastfamilie. Die beleuchteten Sehenswürdigkeiten, insbesondere das eindrucksvoll angestrahlte Parlamentsgebäude, sorgten für unvergessliche Eindrücke.
Am vierten Tag lag der Fokus wieder stärker auf dem inhaltlichen Arbeiten im Rahmen des Projekts. Nach einem Treffen in der Schule besuchte wir die Universität Gödöllős, wo wir einen Vortrag über Wildtiere, invasive Arten und Parkgestaltung hörten. Im Anschluss wurden wir in Kleingruppen selbst aktiv: Wir entwarfen eigene Konzepte für zukünftige Parks. Dabei entwickelten sie kreative Ideen für familienfreundliche Bereiche in öffentlichen Parks, diskutierten verschiedene Ansätze und präsentierten unsere Ergebnisse schließlich vor den anderen Teilnehmenden. Dieser Tag förderte nicht nur das Umweltbewusstsein, sondern auch Teamarbeit und Präsentationskompetenzen.
Abends fand in der Schule eine farewell-Party mit dem ganzen Projektteam und den ungarischen Familien statt. Reden wurden gehalten, Zertifikate wurden feierlich überreicht und bei hausgemachtem Essen genossen wir einen letzten gemeinsamen Abend.
Am Freitag hieß es Abschied nehmen. Früh am Morgen trafen wir uns am Bustreffpunkt in Gödöllő, um uns von unseren Austauschschülerinnen und -schülern und deren Familien zu verabschieden. Nach dem Transfer zum Flughafen und einem entspannten Rückflug kehrten alle wohlbehalten zurück.
Am Flughafen in Berlin trennten sich schließlich die Wege und alle traten individuell die Heimreise an.
Unsere Mobilität nach Ungarn war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung! Neben neuen fachlichen Erkenntnissen konnten wir interkulturellen Erfahrungen sammeln, internationale Freundschaften vertiefen und wertvolle Eindrücke sammeln, die weit über den Schulalltag hinausgehen.