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Weimarfahrt vom 6. bis 8. April 2022

Nachdem sowohl die Skifahrt als auch die Krakaufahrt für den 11. Jahrgang in diesem Schuljahr leider noch nicht wieder stattfinden konnten, gab es mit Blick auf die Weimarfahrt lange Zeit ein großes Zittern. Umso glucklicher waren wir, als im Marz die Entscheidung getroffen wurde, dass die Fahrt stattfinden kann. Und so ging es am 6. April mit 101 Schüler*innen des 11. Jahrgangs und 11 Lehrkräften auf die Reise!

Der erste Tag galt ganz dem Kennenlernen der Stadt Goethes und Schillers, die nicht nur diese beiden wohl bekanntesten Kinder der Stadt zu bieten hat, sondern auch Nest der bekannten Bauhausarchitektur ist! in getrennten Gruppen ging es am Mittwoch und Donnerstag ins Arthouse-Kino Lichthaus. Es stand der Film Come on Come on auf dem Programm, der vielen wohl als schwere Kost im Gedachtnis bleiben wird.

Highlight der Fahrt sollte der Donnerstag sein: Die Schüler*innen hatten schon im Vorfeld der Fahrt einen von acht verschiedenen Workshops gewählt, sodass sie am Donnerstag einem Thema ihrer Wahl in Weimar oder Umgebung besondere Aufmerksamkeit schenkten. Es wurden durch die begleitenden Lehrkrafte Fahrten in verschiedene Einrichtungen sowie Workshops mit unterschiedlichen Fächerschwerpunkten angeboten: Max-Planck-Institut in Jena, Konzentrationslager in Buchenwald, Baunaus Universitat in Weimar, Geocaching in Jena, Fakultat der Sportwissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Demokratieverständnis der Weimarer Bürger*innen oder die digitale Erkundung Weimars.

Freitag war der Tag der Abreise, nachdem einige eiserne Schuler* innen morgens dem Frühsportangebot der Sportlehrkrafte gefolgt waren und schon vor dem Fruhstuck ihr Bewegungspensum fur den Tag erfullten. Anschließend traten wir mit zwei Bussen voll mit müden Schüler*innen und Lehrkräften die - wahrlich sehr kurze - Heimreise an.

Auch wenn es nur drei Tage Schulfahrt waren, so waren diese doch intensiv und lehrreich und wir sind froh, dass Schulfahrten nun endlich wieder eil des Schulalltags sein werden!

L.Czerny

Weimarfahrt vom 1. bis 5. April 2019

Am 01.04.2019 machten sich 115 Schüler*innen sowie 12 Lehrer*innen auf den Weg zur dreitägigen Jahrgangsstufenexkursion nach Weimar. Der erste Tag begann mit einer Stadtführung, bei der jeder Teilnehmer währenddessen ein Weimarquiz zu lösen hatte. Es ging hierbei nicht nur um die Ehre, sondern auch um den hochdotierten Tagespreis: Playmobilfiguren von Goethe und Schiller. Nach etwas Freizeit zur Stärkung, ging es ins Lichtspielhaus Weimar. Der Film „Green Book“ stand auf dem Programm und ergänzte thematisch hervorragend das Kurshalbjahr 11/1 in Englisch. Tag 2 fokussierte sich auf die Exkursionen in den Fächern. Aus einer Vielzahl von Ganz- und Halbtagsangeboten konnten die Schüler*innen im Vorfeld entsprechend ihrer Interessen aus den Fächern Biologie, Sport, Geografie, Musik, Geschichte, Deutsch, Kunst oder Physik wählen. Die Exkursionstage endeten am Mittwochmittag mit dem individuellen Besuch von Weimarer Museen. Das Feedback durch die Schüler*innen ergab, dass es gelungene und wissenswerte Tage waren, die auch kommenden Jahrgängen nicht vorenthalten werden sollten.

Eine Reise in die Vergangenheit – Unsere Studienfahrt nach Krakau

Während der Projektwoche führten wir, Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klassen, mit unseren Lehrern Herrn Limbach, Frau Dr. Schwarz, Herrn Grass und Frau Hamborg eine Studienreise nach Krakau und Auschwitz durch. In Krakau wohnten wir in zwei Hostels, in geringer Entfernung zur Innenstadt. Die Schönheit der historischen Altstadt stand im starken Gegensatz zum Thema der Studienreise: der deutschen Besetzung Polens im Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust. Auf der Reise besichtigten wir u.a. das damalige jüdische Ghetto sowie eine Ausstellung in der ehemaligen Emailleefabrik von Oskar Schindler. An zwei Tagen fuhren wir auch in die Gedenkstätten nach Auschwitz und Auschwitz-Birkenau, die zur Zeit des Nationalsozialismus als Konzentrations- und Vernichtungslager genutzt wurden.            

In den Gedenkstätten hatten wir geführte Touren und haben die Ausstellungen sowie viele der historischen Orte besichtigt. Wir haben mehr über den Verlauf des Zweiten Weltkrieges und die Deportation ganzer Familien in die Lager erfahren. Zwar kannten wir schon einige Fakten und Hintergründe aus dem Geschichtsunterricht, vielen Schülern wurde das tatsächliche Ausmaß des Holocausts auf dieser Reise aber viel bewusster. In Auschwitz sahen wir viele Überreste, die bei der Befreiung des Lagers sichergestellt werden konnten. Durch das Tor mit der bekannten Aufschrift „Arbeit macht frei“ zu gehen, war dabei ein sehr bedrückendes Gefühl.

Eine besonders beeindruckende Erfahrung war auch das Zeitzeugengespräch mit einer Überlebenden des Konzentrationslagers Ausschwitz-Birkenau. Lidia Skibicka-Maksymowicz erzählte uns ihre sehr berührende Geschichte, von all den grausamen Dingen, die ihr im Lager angetan wurden und davon, wie sie ihre Mutter zwanzig Jahre nach dem Krieg wiedersah. Auch wenn die vielen Eindrücke schwer in Worte zu fassen sind und einem mitunter an persönliche Grenzen bringen, bin ich froh, mit auf die Studienreise gekommen zu sein und kann es allen Schülern nur empfehlen, sich mit diesem wichtigen Teil unserer Geschichte auseinanderzusetzen. Vor allem das Zeitzeugengespräch ist mir im Gedächtnis geblieben - daraus habe ich mitgenommen, wie wichtig es ist, alles dafür zu tun, dass so etwas Schreckliches wie der Holocaust nie wieder geschieht. (CG, 10. Klasse)