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Seit 2012 arbeitet das Vicco-von-Bülow-Gymnasium mit europäischen Partnerschulen im Rahmen von Erasmus- (füher: Comenius)projekten zusammen. In einem festgelegten Zeitraum steht ein bestimmtes Thema im Mittelpunkt, das aus der Perspektive der unterschiedlichen Partnerländer erforscht wird. Die gemeinsame Kommunikationssprache ist Englisch. Die Zusammenarbeit erfolgt digital über die Plattform eTwinning und im Rahmen von internationalen Treffen von Schüler- und Lehrergruppen an den jeweiligen Partnerschulen, wo auch Einblicke in die Kultur der Länder und, durch den Aufenthalt in Gastfamilien, in die Lebensweise geboten werden. Finanziert wird die Projektarbeit durch Mittel der EU, die der Schule durch eine Finanzvereinbarung mit dem PAD (Pädagogischer Austauschdienst) zur Verfügung gestellt werden.

Unsere Projekte behandelten das Thema Inklusion (Do you think I'll fit in?), den Schwerpunkt Sprache mit Sprechen, Hören, Lesen und Schreiben (Skills for Success), die Bedeutung einer gesunden Lebensweise (Enjoy a Healthy Lifestyle) und die heute im Alltag noch sichtbare Spuren der Geschichte (Roads to History). Wir hatten Partnerschulen in Spanien (Torrefarrera, Huelva), Italien (Gubbio, Terni und Lampedusa), Frankreich (Troyes), der Türkei (Istanbul) und Nordirland (Belfast).

Seit 2021 ist das Vicco.von-Bülow-Gymnasium bei dem Erasmusprogramm akkreditiert, das heißt, für einen Zeitraum von sieben Jahren können Finanzmittel für unterschiedliche Aktivitäten im Rahmen von Erasmus abgerufen werden. Dazu gehören die traditionellen Projekte für Schülergruppen, aber auch Einzelaufenthalte von Schüler*innen im Ausland, zum Beispiel im Rahmen eines Berufspraktikums sowie Lehrerfortbildungen.

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DOVE-Projekt – 2. Platz beim PAD-Bundespreis 2025: Darauf sind wir richtig stolz!

Mit dem Erasmus-Projekt DOVE (Democracy – Our Voice in Europe) hat unsere Schule gezeigt, wie spannend und lebendig europäische Zusammenarbeit sein kann.

Ein ganz besonderer Erfolg: Im Oktober 2025 wurde das Projekt mit dem 2. Platz beim bundesweiten PAD-Preis für Mobilitätsprojekte ausgezeichnet. Das ist eine große Ehre und etwas, worauf unsere gesamte Schulgemeinschaft stolz sein kann.

Gemeinsam mit zwei Partnerschulen – dem Institut Joan Solà in Torrefarrera (Spanien) und dem Collège Lycée Saint André in Colmar (Frankreich) – haben sich unsere Schülerinnen und Schüler intensiv mit Europa beschäftigt. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie funktioniert die Europäische Union eigentlich – und wie können wir uns demokratisch einbringen?

In drei Austauschfahrten nach Spanien, Frankreich und zu uns an die Schule ging es um demokratische Institutionen, politische Diskussionen und die gemeinsamen Werte Europas. Dabei blieb es nicht nur bei Theorie: Die Teilnehmenden besuchten politische Einrichtungen, führten Gespräche mit Verantwortlichen und wurden selbst aktiv – zum Beispiel durch kreative Projekte, künstlerische Arbeiten oder das gemeinsame Musizieren der Europahymne. Auch Ideen für ein „ideales europäisches Schulsystem“ wurden entwickelt.

Gearbeitet wurde auf Englisch. Die Schülerinnen und Schüler lebten während der Austauschphasen in Gastfamilien, und auch Eltern und Lehrkräfte waren eng eingebunden. So wurde Europa nicht nur gelernt, sondern wirklich erlebt.

Der PAD-Preis würdigt genau das: engagierte Begegnungen, echte Offenheit und nachhaltige Erfahrungen, die das Schulleben bereichern. DOVE hat gezeigt, wie viel Austausch, Demokratie und europäische Zusammenarbeit bewirken können – und macht Lust auf weitere Projekte dieser Art.

 

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YV4UC – Young Voices for Urban Change

Fünf Tage voller Begegnungen, Kultur und gemeinsamer Erfahrungen – Ein Reisebericht

Im Rahmen unseres Erasmus+-Projekts 2025/26 „YV4UC – Young Voices for Urban Change“ verbrachten zehn Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen im November fünf erlebnisreiche Tage in Spanien. Neben dem Kennenlernen eines anderen Landes konnten wir neue Freundschaften schließen, interkulturelle Erfahrungen sammeln und gemeinsam mit unseren Partnerschulen aus Spanien und Ungarn am Projekt arbeiten.

Unsere Reise begann früh morgens am Flughafen Berlin Brandenburg mit dem Flug nach Barcelona. Nach der Landung trafen wir dort auf die ungarischen Austauschschüler und fuhren gemeinsam nach Torrefarrera. Vor der Schule wurden wir herzlich von den spanischen Schülerinnen und Schülern empfangen. Nach dem Ankommen in den Gastfamilien verbrachten wir den Nachmittag gemeinsam im Trampolinpark und erkundeten anschließend das Dorf. Am Abend kehrten wir zu unseren Gastfamilien zurück.

Am zweiten Tag trafen wir uns in der Schule und erkundeten zunächst Torrefarrera. Ein besonderes Highlight war das Treffen mit dem Bürgermeister. Anschließend fuhren wir nach Lleida, wo wir Ausstellungen zum Bürgerkrieg besuchten, Fotos machten und eine Stadtanalyse durchführten. Den Tag ließen wir mit einem gemeinsamen Essen ausklingen.

Der dritte Tag stand ganz im Zeichen der Projektarbeit. Nach der Abstimmung über das Projektlogo sammelten wir in gemischten Gruppen Informationen zur Infrastruktur Torrefarreras. Wir untersuchten unter anderem Straßen, Wohngebiete und Siedlungen. Später präsentierten wir unsere Ergebnisse in der Schule. Der Tag war sehr lehrreich und gab uns einen intensiven Einblick in den Ort.

Am vierten Tag wanderten wir nach Roselló und führten dort eine weitere Straßenanalyse durch. Dabei bezogen wir auch Geschäfte und Cafés mit ein. Am Nachmittag hatten wir Freizeit. Am Abend fand ein gemeinsames Essen mit allen Gastfamilien, Austauschschülern und Lehrkräften statt, begleitet von Fotos und einer schönen Abschlussrede.

Am letzten Tag fuhren wir nach Barcelona. Dort besuchten wir ein Museum zur katalanischen Kultur und hatten anschließend Freizeit in der Innenstadt. Nach der Verabschiedung von unseren Austauschschülern ging es zum Flughafen und am Abend zurück nach Hause. Die Erasmus+-Mobilität nach Torrefarrera bleibt für uns alle ein unvergessliches Erlebnis. 

Erasmus Lettland-Mobility

YouTube: WarScarts Mobility Lettland
WarScartsMobilityLettland

Am Montag, dem 19. Mai um 8:20 Uhr startete unser Flug nach Riga. Vom Flughafen nahmen wir den Bus in die Innenstadt, wo wir nach einer längeren Suche den Bahnhof fanden. Von hier ging es mit dem Zug weiter nach Jelgava, wo unsere Partnerschule ist. Dort angekommen, stellten wir unser Gepäck ab und machten einen Stadtrundgang, geführt von zwei lettischen Schülerinnen. 

Anschließend trafen wir uns mit der Gruppe aus Spanien, die schon am Tag zuvor angereist waren und besuchten eine Unterrichtsstunde. Sie war im Programm als "Defense" angekündigt und wir erwarteten so etwas wie Selbstverteidigung und waren sehr überrascht, als uns lettische Schülerinnen und Schüler in Militäruniformen empfingen. Bald war klar, dass es hier um die Verteidigung im Kriegsfall ging. Geübt wurde das korrekte Verhalten beim Patrouille-Gehen und das Reagieren auf verschiedene Angriffssituationen. Dieser Unterricht ist für alle Jahrgänge der weiterführenden Schulen in Lettland verpflichtend. Der Hintergrund ist dabei natürlich die Nähe zu Russland und die Angst vor einem Angriff. Natürlich durften die deutschen und spanischen Schülerinnen und Schüler auch einmal aktiv bei der Übung mitmachen.